Hund im Wald auf Spaziergang – Zeckensaison

Sie warten geduldig. Jahrelang, wenn es sein muss. Sie überleben Frost, Hitze, Bergluft und sogar einen Ausflug in die Toilette. Und sie haben alle Zeit der Welt. Willkommen in der faszinierenden Welt der Zecke.

Donnerwetter, das nenne ich Ausdauer

Ca. 900 Zeckenarten sind weltweit bekannt, 20 davon in Deutschland heimisch. Was diese kleinen Tierchen leisten, ist bemerkenswert:

Sie überleben bei -15 °C im Eisfach und bei 40 °C in der Waschmaschine. Ab 5 Grad plus sind sie wieder aktiv.
Sie halten sich problemlos in 1.500 Meter Höhe auf und haben dort schon Wissenschaftler kennengelernt.
Sie können bis zu 3 Wochen unter Wasser überleben. Den Weg in die Toilette überstehen sie also locker.
Sie kommen bis zu 5 Jahre ohne Nahrung aus.
Nach einer Blutmahlzeit nehmen sie das bis zu 600-fache ihres Körpergewichtes zu. Bei einem 70 Kilo schweren Menschen wäre das dann ... lieber nicht weiterdenken.
Die älteste je dokumentierte Zecke wurde 21 Jahre alt.
Waldblume Natur – Lebensraum der Zecke

Und wozu das alles ?

Ich gebe es zu: ich finde Zecken auch nur mittelgradig sympathisch. Andererseits kenne ich ihre Aufgabe im Kreislauf der Natur nicht. Sicher sind sie für irgendwen und irgendwas wichtig und ein Teil im grossen Räderwerk der Natur.

Forscher in Südamerika haben herausgefunden, dass der Speichel der Cayenne-Zecke als Krebstherapeutikum eingesetzt werden könnte. Hunderte von Proteinen, die so bei keiner anderen Tierart vorkommen, töten bösartige Krebszellen ab und schonen dabei gesunde Zellen. Die Forscher berichten von sehr guter Wirksamkeit speziell bei Haut-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Manches, was uns auf den ersten Blick unnütz erscheint, hat seinen Platz im grossen Räderwerk der Natur.

Waldmoos Natur – natürlicher Lebensraum

Bitte verfallen Sie nicht in Panik

Parasiten prophylaktisch mit chemischen Keulen zu bekämpfen, schadet dem Tier. Auch wenn die Werbung gern die Unschädlichkeit betont: wenn ein Warnhinweis ausdrücklich vor dem Kontakt mit dem Mittel warnt, besonders für Kinder, dann stellt sich die Frage: wirklich nur für Kinder ?

Spot-on-Präparate werden zwar äusserlich aufgetragen, aber über die Leber verstoffwechselt. Sie belasten Leber und Immunsystem. In einem Tierheim mit 100 oder 200 Tieren lässt sich ihr Einsatz manchmal nicht ganz vermeiden. In einem Privathaushalt stehen Ihnen jedoch viele natürliche Alternativen zur Verfügung.

Der sicherste Schutz ist eine gute Prophylaxe

Was wir bei unseren Hunden nutzen und was wirklich hilft: natürliche Parasitenvorbeugung mit Kokosöl, Tic-Clip und Melaflon.

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Gabriele Sauerland · Tierkommunikatorin und Tiermediatorin